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Vorwort
Am
11. September 1957 wurde in Thomas Alva Edisons Bibliothek hinter
seinem Bett, das er während der Woche meist benutzte, eine hölzerne
Kiste mit Phonographenwalzen gefunden, wovon einige zerbrochen
waren. Die ehemals abschließbare Kiste mit fehlendem Henkel
war
schon zum Zeitpunkt der Auffindung an der Vorderseite stark beschädigt,
offenbar wurde sie aufgebrochen. Auf dem Deckel ist das Wort
„Edison“ sowie, kleiner und schwer zu erkennen „Wangemann“ etwas
ungelenk eingeritzt. In der Kiste befindet sich oberhalb
eines
Hohlraumes für Zubehör ein Brett, auf dem in gleichmäßigem Abstand drei
Reihen zu je sieben Zylinder aus Holz befestigt sind. Die
Stirnseiten dieser Zylinder sind von 1 bis 21 durchgehend nummeriert
und zusätzlich nahezu unleserlich bekritzelt. Die Walzen
selbst
sind nicht gekennzeichnet, offenbar erfolgte die Unterscheidung
ursprünglich durch die Beschriftung der Zylinder, worauf die Walzen
gesteckt waren. Laut der bei der Auffindung von 1957 angelegten Karteikarte mutmaßte man
schon
damals dass die Aufnahmen deutschsprachig wären.
Knapp 50 Jahre lang kümmerte sich niemand weiter darum. Erst im Jahr 2005 wurde die Kiste samt Inhalt erneut untersucht, die Walzen archivsicher verpackt und in die Sammlung des Edison National Historic Park in West Orange, New Jersey aufgenommen. Insgesamt katalogisierte man siebzehn Walzen, wovon aber nur zwölf zumindest teilweise abspielbar sind. Im Frühjahr 2011 überspielte und digitalisierte Gerald Fabris, Kurator am Edison National Historic Park diese zwölf Walzen und fragte den Medienhistoriker Patrick Feaster ob er ihm bei der Identifikation behilflich sein könnte. Kurz darauf, am 20. Mai 2011, erhielt ich Nachricht von Patrick ob ich Interesse hätte, mir einige Phonographenwalzen, die in Europa zwischen 1889 und 1890 aufgenommen wurden, genauer anzuhören. Natürlich hatte ich das! Ich beschäftige mich wie Patrick schon seit Jahren mit frühen Aufnahmen und ihrer Geschichte. Fünf Tage später erhielt ich die Tondateien, zusammen mit einer ersten Übersicht des Inhaltes. Patrick war es anhand der Ansage auf den Walzen gelungen, zwei Sprachaufnahmen von Graf Helmuth von Moltke und eine Klavieraufnahme von dem österreichischen Pianisten Alfred Grünfeld zu identifizieren. In einigen zeitgenössischen Quellen ist der Inhalt der Aufnahmen von Moltkes auszugsweise wiedergegeben und war auch Patrick bekannt. Welchen Wortlaut die Moltke-Walzen jedoch tatsächlich hatten musste anhand der Tonaufnahme selbst geklärt werden, und auch die Identifikation und Transkription der neun übrigen Walzen, deren gesprochener beziehungsweise gesungener Inhalt zum Teil sehr schwer verständlich war, stand noch aus. Nach dem ersten Durchhören konzentrierte ich mich zunächst auf eine Walze die laut Ansage in Friedrichsruh, dem Altersruhesitz von Fürst Otto von Bismarck, aufgenommen worden war. Der von mir transkribierte Inhalt deckte sich mit zeitgenössischen Presseberichten, so dass ich sicher bin die seit über einhundert Jahren verschollen geglaubte Walze von Fürst Bismarck identifiziert zu haben! Es ist seine einzige Tonaufnahme und von unschätzbarer historischer Bedeutung. Noch am 25. Mai 2011 schickte ich die Nachricht, dass ich Bismarck identifiziert hatte, zusammen mit einer ersten Transkription an Patrick Feaster. In den folgenden Wochen und Monaten identifizierte und transkribierte ich den Inhalt der Walzen wie er in meinem folgenden Beitrag, der wichtige Stationen von Wangemanns Aufnahmereise durch Europa schildert, nachzulesen ist. Sie können elf der in der Kiste sicher gestellten Aufnahmen an der chronologisch richtigen Stelle hören. Eine zwölfte, Wangemanns Aufnahme von Johannes Brahms vom 2. Dezember 1889, im Jahr 1935 in Berlin von Walze auf Schallplatte kopiert, stammt aus meiner Sammlung. Ich möchte an dieser Stelle ganz besonders Norman Bruderhofer danken, einem Experten für die Überspielung früher Tonaufnahmen. Dank seiner Nachbearbeitung einiger Tondateien war es mir erst möglich den Inhalt, soweit möglich, zu transkribieren. Die englische Fassung meines Beitrages, ergänzt mit Fotografien und einem von Patrick Feaster verfassten Lebenslauf des deutschstämmigen Theo Wangemann, dem ersten professionellen Tonaufnahmeexperten der Welt, finden Sie hier. Am
15. Juni 1889 brach Adelbert Theodor Edward („Theo“) Wangemann, im
Auftrag von Thomas Alva Edison an Bord des Viermasters „La Bourgogne“
zu einer Reise nach Europa auf, die eigentlich nur wenige Wochen dauern
sollte, von der er jedoch erst am 27. Februar 1890 zurückkehrte.
(1)
Wangemanns Aufgabe in den ersten zwei Wochen nach Ankunft bestand
darin, die auf der Pariser Weltausstellung vorgeführten Phonographen zu
warten, neu zu justieren, mit verbesserten Bauteilen auszustatten und
das Bedienpersonal zu schulen. (2)
![]() Abbildung 1: Wangemanns Phonograph von der Weltausstellung in Paris (Foto: S. Miller) Nachdem
Edison, der sich seit dem 11. August 1889 in Frankreich aufhielt, Wangemanns
Aufenthaltsdauer verlängert hatte, nutzte dieser die Zeit um das
Repertoire an guten Vorführwalzen zu erweitern. Für seine
Aufnahmetätigkeit erhielt Wangemann in regelmäßigem Abstand Leerwalzen
von den Edison Phonograph Works. Diese wurden zunächst nach
Paris
geschickt und von dort an seinen jeweiligen Aufenthaltsort weiter
geleitet. Wangemann gab an dass er während seiner Europareise
zwischen
2400 und 4000 Leerwalzen erhalten hatte. (3) Die Walzen von
ziegelroter Farbe aus den ersten Lieferungen hatten noch eine
Fadeneinlage zur Stabilisierung. Es entstanden Aufnahmen beliebter, zum
Teil auch international bekannter Künstlern und Orchester, die sich im
Umfeld der Weltausstellung aufhielten, z.B. der Pianisten Édouard
Risler und Marie Roger-Miclos, des Komikers Paulus (Jean-Paul Habans)
und des Organisten Charles-Marie Widor. (4) Einige davon
sollten nach
Amerika gebracht und vervielfältigt werden. Auch ein Besuch Wangemanns
in Bayreuth anlässlich der berühmten Bühnenfestspiele vom 21. Juli bis
18. August war wohl geplant, ist aber nicht nachgewiesen. (5)
![]() Abbildung 2: Eingeritzte Inschrift auf der Unterseite der Motorplatte des Wangemann-Phonographen (Umzeichnung, Foto: S. Miller) Eine
Pariser Walze vom 29.
August ist von den Geschwistern Tacianu besungen. Mitglieder
von
Edisons Reisegesellschaft hatten das Damenquartett zwei Wochen zuvor in
einem kleinen Restaurant gehört und waren begeistert. (6)
Wangemann
spielte die Walze besonders gerne und rühmte vor einem deutschen
Publikum den „internationalen Wert“ dieser russischen Melodie,
vorgetragen von einem ungarischen Quartett, auf einer französischen
Bühne, vor dem amerikanischen Phonographen. (7)
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| Nachbearbeitung von Norman Bruderhofer:
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Dr. Werner von Siemens, Freund und bedeutendster Geschäftspartner Edisons in Deutschland, konnte nicht nach Paris kommen, deshalb wurde Wangemann von der Weltausstellung nach Berlin geschickt um ihm das Gerät vor Ort zu zeigen. (8) Theo Wangemann beantragte dazu für sich und seine mitreisende Ehefrau Anna am 7. September einen Reisepass. (9) Drei Tage später befand sich das Paar bereits in Berlin im Hotel Kaiserhof und Wangemann konnte eine Einladung von Siemens an Edison, der sich am 3. August ebenfalls nach Europa eingeschifft hatte, übermitteln: “Dr. Siemens wünscht dass Sie und Ihre Familie in seinem Haus in Charlottenburg anstatt im Hotel wohnen. Er möchte ebenfalls dass Sie ihn, bevor Sie nach Paris zurückkehren, zu einem Kongress in Heidelberg begleiten. [Professor Hermann von] Helmholtz und andere [Wissenschaftler] werden den Kongress ebenfalls besuchen.” (10) Wangemann bekam einen Veranstaltungsraum in der Berliner Firma Siemens & Halske & Co., Markgrafenstraße 94 zur Verfügung gestellt. Zum Transport von Walzen für die dort stattfindenden Vorführungen, die jeweils etwa zweieinhalb Stunden dauerten, nutzte er wahrscheinlich einen Holzkasten, wie er mit 17 zum Teil gebrochenen Walzen im Jahr 1957 im beschädigten Zustand in Edisons Bibliothek aufgefunden wurde. Für die Zeit seines Aufenthalts in Deutschland und Österreich-Ungarn bekam Wangemann einen Firmenangestellten von Siemens & Halske als Assistenten zugeteilt, den Mechaniker Devrient. Am 13. September fand unter Edisons Anwesenheit die erste Vorführung vor deutschen Wissenschaftlern statt. Es entstanden mehrere Aufnahmen durch vier Mitglieder der Kapelle des Kaiser Franz Garde-Grenadier-Regiments, deren Namen überliefert sind. Herr Köhle blies das Cornet á piston, Herr Bading die Klarinette, Herr Krahmer spielte die Violine und Herr Schmalfuß das Klavier. (11) Streichinstrumente nahm Wangemann nur selten auf. Es ist daher gut möglich, dass die Walze mit Beethovens Romanze in F-Dur op. 50, für Violine und Orchester, hier für Violine und Klavier, vielen Dank an Herrn Pietro Zappalà für den Hinweis, im Rahmen der obigen Veranstaltung entstand. Dafür würde auch sprechen dass die Walze keine Ansage hat, was bei Aufnahmen prominenter Musiker sicherlich die Ausnahme gewesen ist. Die Farbe der Walze aus einer neuen Lieferung ist hellocker ohne Fadeneinlage. Walzen mit dieser Einlage wurden seit August 1889 nicht mehr hergestellt. (12)
Nachbearbeitung von Norman Bruderhofer:
Unbekannte Interpreten, vielleicht Mitglieder der Kapelle des Kaiser Franz Garde-Grenadier-Regiments, Berlin. L. v. Beethoven - Romanze in F-Dur op. 50, für Violine und Orchester, hier für Violine und Klavier. Ohne Ort, ohne Datumsangabe, ohne Ansage Am 18. September fuhr Wangemann nach Heidelberg zur Versammlung deutscher Naturforscher und Ärzte. Er zeigte dort den Phonographen und übernahm auch die Ansprache des Ehrengastes Edison. Dabei brachte er Teile der anwesenden Professorenschaft gegen sich auf, als er einige als unpassend empfundene Bemerkungen machte. (13) Bei seinem am 20. September endenden Kurzbesuch in Deutschland konnte Edison nicht wie erhofft die drei damals prominentesten Deutschen, Kaiser Wilhelm II., Otto von Bismarck und Helmuth von Moltke persönlich treffen. Der Kaiser besuchte ein Manöver in Hannover, Fürst Bismarck war erkrankt und Graf Moltke befand sich auf seinem Gut in Schlesien. Alle drei ließen aber durch Telegramm mitteilen dass sie den Phonographen zu sehen wünschten. (14) Wangemann erhielt daher den Auftrag nach Berlin zurück zu kehren, diese Persönlichkeiten im Namen Edisons zu besuchen und Sprachaufnahmen anzufertigen. Kopien davon sollten später an wissenschaftliche Anstalten und höhere Schulen jeder größeren Stadt Deutschlands gesandt werden. (15) Letztlich kam es nicht dazu, vielleicht auch weil die Möglichkeit des Missbrauchs zu groß war: “Alle diese Aufnahmen von Prominenten aus Europa werden durch den "Magier von Menlo Park" [= Thomas Alva Edison] in Gold verwandelt. Er hat ein Verfahren zur Kopierung von Phonographenwalzen entwickelt. Die Aufnahmen die Herr Wangemann im Laufe seiner Pilgerfahrt einsammelt werden in sechs Monaten, zusammen mit der bärtigen Frau […], als Attraktionen auf jedem Jahrmarkt in den Vereinigten Staaten zu hören sein.” (16) Edison war die enorme Popularität des Phonographen in Europa nicht entgangen und er erkannte, dass es von Vorteil war, Wangemann als seinen persönlichen Vertreter in weitere europäische Metropolen zu senden. Ursprünglich waren drei Termine pro Großstadt vorgesehen, eine für Ingenieure und Wissenschaftler, eine zweite für Investoren, Bankiers und Großhändler, und schließlich eine dritte für zahlendes Publikum. (17) Von Heidelberg machte Wangemann zunächst einen Abstecher nach Frankfurt am Main, deren Elektrotechnischer Gesellschaft Edison den Phonographen bereits versprochen hatte. Auch bei dieser am 20. September in einem großen, vollbesetzten Saal abgehaltenen Veranstaltung, der ersten in Deutschland vor breitem Publikum, machte Wangemann keine glückliche Figur, da er die Frankfurter wiederholt “von oben herab” behandelte und als “hinterwäldlerisch” erscheinen ließ. Dass er unbedingt den Abendzug erreichen wollte und deshalb in Zeitnot war, ließ er die Zuhörer ebenfalls übermäßig spüren. (18) Die Einladung von Kaiser Wilhelm II. am Abend des 23. September in das Neue Palais in Potsdam bei Berlin war eine große Ehre. Der von dem Phonographen begeisterte Kaiser ließ sich das Gerät genau erklären und verblüffte dabei durch seine schnelle Auffassungsgabe. Wangemann spielte unter anderem die Walze der Geschwister Tacianu, welche besonders der Kaiserin sehr gefiel, machte aber keine Aufnahmen und wurde zwei Tage später zu einem weiteren Besuch ins Schloss gebeten. (19) Die Extratermine, zu der obendrein eine Einladung des russischen Zaren der sich in Berlin aufhielt hinzukam, warfen Wangemanns Reise- und Finanzplanung zunehmend durcheinander. Er kündigte Edison telegraphisch eine notwendige Verlängerung seines Aufenthaltes in Europa an und bat um Aufstockung seines Reiseetats: "Bis Ende Oktober [1889] brauche ich dreitausend Mark mehr. Davor kann ich nicht abreisen. Moltke, Bismarck und der Kaiser versprachen Tonaufnahmen. Der Zar sandte eine Einladung. [...]" (20) Trotz seiner Zusage, siehe das obige Telegramm, sprach Kaiser Wilhelm II. auch beim zweiten Zusammentreffen am 25. September im Neuen Palais nicht in den Phonographen. Es nahmen stattdessen der damals siebenjährige deutsche Kronprinz Wilhelm und seine jüngeren Brüdern Eitel Friedrich und Adalbert eine Walze auf. (21) Bei der Aufnahme des ungarischstämmigen Klaviervirtuosen Emánuel Moór ist nur das Aufnahmejahr 1889 aus der Ansage zu entnehmen. Auf Grund der deutschsprachigen Ansage, der fehlenden Fadeneinlage und der hell-ockeren Farbe der Phonographenwalze kann Paris als Aufnahmeort mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden. Die „Ungarische Melodie“, laut Ansage, ist vielleicht identisch mit Moórs Opus 24, „Variations and Fugue on a Hungarian Theme.“ (22)
Nachbearbeitung von Norman Bruderhofer:
Emánuel Moór (1863-1931), ohne Ort, 1889. [Ansage:] Ungarische Melodie, bearbeitet, ah, von, ah, Emánuel Moór, von dem Komponisten […] achtzehnhundertneunundachzig [...] [Applaus am Walzenende:] Bravo, bravo, bravo, bravo, bravo. Am
28. September verließen Edison und seine Reisegesellschaft Europa an
Bord des Dampfers „La Champagne.“ Wangemann und seine Frau
blieben zurück. Am 7. Oktober ergab sich für das Ehepaar die
Möglichkeit, den genesenen Reichskanzler Fürst Bismarck für zwei Tage
auf seinem Schloss in Friedrichsruh bei Hamburg zu besuchen.
Nachdem Bismarck mehrere in Paris und Berlin aufgenommene Walzen,
darunter diejenige der deutschen Prinzen gehört hatte, machte er auf
Bitten seiner Frau ebenfalls eine Aufnahme. Er wollte seinen
politischen Gegnern nicht in die Hände spielen und sprach deshalb
nicht, wie von Wangemann erwartet und wohl schon aufgesetzt, eine
Botschaft an die Deutschen diesseits und jenseits des Atlantiks. (23)
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| Nachbearbeitung von Norman Bruderhofer: Otto von Bismarck (1815-1898), Friedrichsruh, 7. Oktober 1889. [Ansage:] Friedrichsruh am siebten Oktober achtzehnhundertneunundachtzig. [Bismarck:] In good old colony times, When we lived under the King, Three roguish chaps fell into mishaps Because they could not sing. [Als] Kaiser Rotbart lobesam Zum heil'gen Land gezogen kam, Da mußt er mit dem frommen Heer Durch ein Gebirge wüst und leer. Gaudeamus igitur, juvenes dum sumus. Post jucundam juventutem, post molestam senectutem nos habebit humus. Allons enfants de la Patrie Le jour de gloire est arrivé Contre nous de la tyrannie L'étendard sanglant est levé. Treibe alles in Maßen und Sittlichkeit, namentlich das Arbeiten, dann aber auch das Essen, und im Übrigen gerade auch das Trinken. Rat eines Vaters an seinen Sohn. |
Das
Zusammentreffen mit Zar Alexander III. verzögerte sich von Woche zu
Woche und fand erst am 12. Oktober unter großen Sicherheitsvorkehrungen
spätabends in der russischen Botschaft in Berlin statt, wobei der Zar
sich vom Phonographen zunächst wenig beeindruckt zeigte und keine Walze
besprach. Außer Wangemann und Devrient waren nur Mitglieder
der
kaiserlichen Familie anwesend. Bei zwei weiteren Besuchen in
der
russischen Botschaft war der Zar jeweils kurzfristig verhindert.
(25) Während seines erzwungenen Aufenthaltes in Berlin zeigte
Wangemann tagsüber weiter den Phonographen Künstlern, Wissenschaftlern
und Staatsbediensteten, und abends geladenen Mitgliedern in deren
Vereinslokalen, was dort regelmäßig zu erheblichem Gedränge führte. (26)
Kurz vor seiner Abreise nach Wien am 20. Oktober, (27) und zum Abschied von Berlin, veranstaltet Wangemann in einem Saal des Hotels Kaiserhof ein Wohltätigkeitskonzert, sein vielleicht einziger Auftritt in Europa gegen Eintritt. Der Saal war voll, denn viele zahlten offensichtlich gerne die hohe Summe von 20 Mark, den Wochenlohn eines einfachen Arbeiters, um die Aufnahmen der deutschen Kronprinzen und von Fürst Bismarck zu hören. (28) Am 21. und 22. Oktober, auf Zwischenstation nach Wien, waren das Ehepaar Wangemann und Devrient zu Gast bei dem greisen Feldmarschall Graf Helmuth von Moltke, der wegen seiner militärischen Erfolge in den drei deutschen Einigungskriegen zwischen 1864 und 1871 einen legendären Ruf im Deutschen Reich genoss. Auch dieser Besuch ist gut dokumentiert. Wangemann spielte die Walze von Fürst Bismarck, dessen Stimme Graf Moltke erst nach einer Korrektur der Abspieldrehzahl erkannte, und ließ die etwa zwanzig anwesenden Angehörigen des Grafen nacheinander eine Walze besprechen. (29) Mit Graf Moltke Stimme sind am 21. Oktober mindestens vier Walzen entstanden von denen nur zwei bisher aufgetaucht sind. Es sind die einzigen Aufnahmen eines im 18. Jahrhundert Geborenen die heute noch hörbar sind. Wangemann hatte zuvor eine neue Walzenlieferung mit Blanks von ziegelroter Farbe ohne Fadeneinlage erhalten die er bei dieser Gelegenheit verwendete. Gut möglich, dass Wangemann eine Textvorlage mitbrachte, Graf Moltke war jedoch sicher in der Lage eigene, der Situation angemessene, Worte zu finden. Die Stimme des fast Neunzigjährigen hatte viel von ihrer Kraft verloren, Moltkes Aufnahmen sind deshalb leise und teils kaum verständlich. Auf der ersten Walze bezieht er sich direkt auf die bahn brechende Erfindung des Phonographen durch Edison, muss das Gesagte aber wiederholen da er versehentlich das “Telephon” nannte, eine zum damaligen Zeitpunkt ebenfalls noch recht neue technische Errungenschaft. Danach rezitiert der Graf einige Zeilen aus dem Ersten Teil von Faust mit denen Goethe den technischen Fortschritt in Frage stellt. |
| Nachbearbeitung von Norman Bruderhofer: Helmuth Karl Bernhard von Moltke (1800-1891), Kreisau [heute Krzyzowa, Polen], 21. Oktober 1889. [Ansage:] Kreisau am, uh, Schlesien, am einundzwanzigsten Oktober, achtzehnhundertneunundachtzig. [Moltke:] Diese neueste Erfindung des Herrn Edison ist in der Tat staunenswert. Das Telephon [sic.] ermöglicht, dass ein Mann, der lange schon im Grabe liegt, noch einmal seine Stimme erhebt und die Gegenwart begrüßt. Diese neueste Erfindung des Herrn Edison ist in der Tat staunenswert. Der Phonograph ermöglicht, dass ein Mann, der schon lange im Grabe ruht, noch einmal seine Stimme erhebt und die Gegenwart begrüßt. Ihr Instrumente spottet mein Mit Rad und Kämmen, Walz’ und Bügel: Ich stand am Thor, ihr solltet Schlüssel sein; Zwar euer Bart ist Kraus, doch hebt ihr nicht die Riegel. Geheimnisvoll am lichten Tag Lässt sich Natur des Schleiers nicht berauben, Und was sie deinem Geist nicht offenbaren mag. Das zwingst du ihr nicht ab mit Hebeln und mit Schrauben. |
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Der Anfang einer zweiten Walze ist aus zeitgenössischen Quellen unbekannt. Moltke zitiert eine Zeile aus Shakespeare’s Hamlet, “Dein Ohr leih Jedem, Wen’gen deine Stimme“ die wiederum gut zum Phonographenthema passt, wobei er einmal absetzt und neu beginnen muss. Das Folgende bezieht sich direkt darauf: Denn ändert sich deine Meinung, (“Denn dreht um dein Sinn”), fällt das Gesagte gleich auf dich zurück (“gleich kommt’s zurück”). Dieser Ausspruch stammt nicht aus Hamlet sondern von Moltke selbst, was er mit der anschließenden Nennung seines Titels und Namens stolz zum Ausdruck bringt. Danach kommt ein weiterer Auszug aus dem Ersten Teil von Goethes Faust den Graf Moltke einmal wiederholt, da der erste Versuch kaum hörbar, sicherlich in zu großem Abstand vom Trichter bzw. Mundstück des Sprechschlauchs, aufgenommen wurde. |
| Nachbearbeitung von Norman Bruderhofer: Helmuth Karl Bernhard von Moltke (1800-1891), Kreisau [heute Krzyzowa, Polen], 21. Oktober 1889. [Ansage:] Kreisau, den einundzwanzigsten Oktober achtzehnhundertneunundachtzig. [Moltke:] Dein Ohr leih Jedem, Wen’gen deine Stimme. Denn dreht um dein Sinn, gleich kommt's zurück. Generalfeldmarschall Graf Moltke. Doch ist es jedem eingeboren Dass sein Gefühl hinauf und vorwärts dringt, Wenn hoch im blauen Raum verloren, Ihr schmetternd Lied die Lerche singt; Wenn über schroffen Fichtenhöhen Der Adler in den Lüften schwebt, Und über Flächen, über Seen Der Kranich nach der Heimat strebt. Doch ist es jedem eingeboren Dass sein Gefühl hinauf und vorwärts dringt, Wenn hoch im blauen Raum verloren, Ihr schmetternd Lied die Lerche singt; Wenn über schroffen Fichtenhöhen Der Adler in den Lüften schwebt, Und über Flächen, über Seen Der Kranich nach der Heimat strebt. Einundzwanzigster Oktober, Kreisau, Graf Moltke. [Andere Stimme:] Achtzehnhundertneunundachtzig. |
Es fehlt eine
dritte Walze deren Inhalt zumindest teilweise
überliefert ist (30) und auf der Moltke, Bezug nehmend auf Francis
Bacon, das Thema des Experimentierens, des Wissenszuwachses und der
daraus erwachsenden Gefahren behandelt. Eine vierte Aufnahme
unbekannten Inhaltes entstand während der Graf und drei seiner Generäle
Karten spielten. (31)
Nach einem Aufenthalt mit Phonographenvorführungen in Breslau am 23. und 24. Oktober (32) verließ Wangemann das Deutsche Reich und erreichte am 25. Oktober Wien, wo ihn bereits mehrere hundert schriftliche Einladungen erwarteten. Vorführungen für Prominente fanden vormittags im Grand Hotel statt, wo das Ehepaar Wangemann ein Zimmer bezogen hatte, nachmittags und abends wurde der Phonograph Wiener Vereinen und Gesellschaften an verschiedenen Orten in der Stadt gezeigt. Nirgendwo verlangte Wangemann Eintritt. Erste Aufnahmen entstanden am 28. Oktober mit Musikern der Elite-Kapelle von Eduard Strauß. (33) Der Pianist Alfred Grünfeld war einer der prominenten Wiener Künstler welche den Phonographen besonders oft gesehen und dabei Aufnahmen selbst komponierter Stücke gemacht haben, darunter am 18. November ein Stück aus der Ungarischen Rhapsodie. Wangemann schliff für diese Aufnahme eine alte Walze mit Fadeneinlage ab. Ein Nachteil dieser Walzensorte ist dass sie an der Oberfläche durch chemische Vorgänge schnell ausblüht, eventuell war die alte Aufnahme deshalb unbrauchbar geworden. |
| Nachbearbeitung von Norman Bruderhofer: Alfred Grünfeld (1852-1924), 18. November 1889 [Ansage:] Aus der Ungarischen Rhapsodie komponiert und gespielt von Herrn Alfred Grünfeld, gespielt am—am, uh, achtzehnten November achtzehnhundertneunundachtzig. |
Hauptgrund für
Wangemanns Reise nach Österreich war eine Einladung in die Wiener
Hofburg um Kaiser Franz Joseph I. den Phonographen
vorzuführen.
Der Kaiser hielt sich jedoch bis Anfang November fern von Wien in
Meran, Südtirol auf. Wangemann nutzte die Wartezeit, indem er
jeden Tag einem Journalisten ein Interview gab, sehr wahrscheinlich
über den Phonographen um die Brauchbarkeit des Gerätes für diesen Zweck
zu demonstrieren. Die Aufgabe des Journalisten war es dann
das
Interview niederzuschreiben und an andere Zeitungen zu verteilen.
(34)
Am 3. November zeigte Wangemann den Phonographen Kaiser Franz Joseph I., ohne dabei Aufnahmen seiner Stimme zu machen. (35) Der Kaiser weigerte sich bei dieser Vorführung übrigens die Walzen seines ehemaligen Kriegsgegners Graf von Moltke anzuhören. Zweimal reist Wangemann für jeweils wenige Tage nach Budapest, zuerst am 9. und danach, auf Wunsch des Kaisers der das Gerät nochmals sehen wollte, am 27. November. Wangemanns sicherlich berühmteste Aufnahme entstand am 2. Dezember 1889, am Vorabend seiner Abreise aus Wien. Er war bei Dr. Richard Albert Fellinger, dem Leiter der Wiener Abteilung von Siemens & Halske eingeladen und traf dort den Komponisten und Pianisten Johannes Brahms. Dieser erklärte sich bereit, seinen "Ungarischen Tanz No. 1" in g-moll für den Phonographen zu spielen. |
| Nachbearbeitung von Norman Bruderhofer: Johannes Brahms (1833 - 1897), 2. Dezember 1889 [Ansage:] Dezember 1889, im Haus von Herrn Doktor Fellinger, by [sic] Herrn Doktor Brahms, Johannes Brahms Weitere Angaben zum historischen Hintergrund dieser Aufnahme, zum heutigen Aufbewahrungsort der Walze, sowie zu Überspielungen welche in den 1930er Jahren davon gemacht wurden lesen Sie hier. Schellackplatte der Überspielung aus der Sammlung von Stephan Puille |
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Bis
zum 3. Dezember
hielt sich Wangemann in
Wien auf, (36) danach
ist sein
Aufenthaltsort in den mir
vorliegenden Quellen nur lückenhaft nachweisbar.
Angeblich
zeigte er bis
Ende Dezember 1889 den
Phonographen einer Reihe von Prominenten in mehreren größeren
österreichischen und deutschen Städten, bevor er nach Berlin
zurückkehrte. (37)
Wangemann
war am 19. Dezember zumindest kurzfristig in Berlin um sich Geld von
Siemens & Halske zu leihen. Er könnte zu dieser Zeit bei seinem
Onkel, dem Direktor der Berliner Missionsgesellschaft Hermann Theodor
Wangemann gewohnt haben.
Von
einer Walzenaufnahme
die sehr
wahrscheinlich an
seinen Bruder
Adalbert in
Chicago gerichtet
war, wissen wir,
dass sich Wangemann und
seine Frau Anna am 14. Januar
1890 im Städtchen
Altenkirchen
im
Westerwald aufgehalten
haben. Sie
verbrachten dort das
Weihnachtsfest in der Familie
einer Verwandten,
Ottilie Klaube,
genannt Odo, einer geborenen Wangemann. |
| Nachbearbeitung von Norman Bruderhofer: Nachricht an (vermutlich) Adalbert T. Emil Wangemann in Chicago, gesprochen von Adelbert T. Edward Wangemann und Julius und Ottilie (Wangemann) Klaube, Altenkirchen, 14. Januar “1889” [=1890]. [A. Theodor E. Wangemann:] Altenkirchen, den vierzehnten, ah, Januar 1889 [sic. 1890]. Lieber Adalbert, ah, hier ist, ah ah, die Odo und, ah, Julius und die Kinder und wir wollen Dir alle etwas sagen. Theo. [Odo:] Lieber Adalbert, wir freuen uns sehr dass wir durch den Phonograph selber etwas sagen können. Wir haben ein sehr gemütliches Weihnachtsfest zusammen gefeiert und haben uns sehr gefreut dass Theo und Anne bei uns waren und hoffen dass Ihr auch bald mal zu uns kommt. Wär ich sehr über […]. Lasst recht gut gehen und denkt zuweilen an Eure Odo. [Julius:] Sehen wir Euch bald wieder bei uns. Julius. […] Die Stimme am Ende der nur fragmentarisch erhaltenen Walze gehört vermutlich zu einem der Kinder. |
Nachdem
Edison erfuhr welche Summen Wangemann bei seiner Reise geliehen hatte,
(38) ordnete er seine unverzügliche Rückkehr an. (39) Die künstlerische
Metropole die Altenkirchen am nächsten lag war die Stadt
Köln. Um
vor seiner Abreise aus Deutschland weitere Walzen für das Edison
Laboratorium in New Orange zu erhalten, aber sicher auch um seinen
verlängerten Aufenthalt in Deutschland zu rechtfertigen, lud Wangemann
für den 23. Januar einige bekannte Sänger und Instrumentalisten, sowie
ausgewählte Musikfreunde in das Pianohaus Rudolph Ibach Sohn am
Neumarkt in Köln. Die Veranstaltung war nicht öffentlich und
erregte deshalb in der Stadt kaum Aufmerksamkeit. (40) Da er
zu
diesem Zeitpunkt keine Walzenlieferungen mehr erhielt, schliff
Wangemann für die Neuaufnahmen einige alte rotbraune Walzen mit
Fadeneinlage ab.
Der Kölner Musikologe, Komponist und Pianist Otto Neitzel nahm bei dieser Gelegenheit Auszüge des 3. Satzes des Klavierkonzertes No. 2 in f-moll von Frédéric Chopin auf. Es ist die erste überlieferte Aufnahme eines Chopin-Stückes und auch die einzige Aufnahme Neitzels. |
| Nachbearbeitung von Norman Bruderhofer: Otto Neitzel (1852-1920), Köln, 23 Januar “1889” [=1890]. [Ansage:] Ah, Köln, Colonia Agrippina, gespielt am 23. Januar 1889 [sic. 1890] von Herrn Doktor Neitzel aus, ah, Köln. Bei Rudolph Ibach Sohn am Neumarkt […]. Adieu Adieu Como será Adieu. [Applaus am Walzenende:] Bravo, Bravo, Einzigartig, Bravo Bravo, Adieu, Adieu. |
Am
selben Ort und wohl auch am gleichen Tag sang der Kölner Bariton Karl
Mayer, begleitet vom berühmten Komponisten und Dirigenten Franz Wüllner
das Stück “Wohin?” aus dem Liederzyklus “Die Schöne Müllerin” von Franz
Schubert. Wie schon bei der Walze von Otto Neitzel enthält der
Ansagetext
die falsche Jahreszahl “1889”.
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| Nachbearbeitung von Norman Bruderhofer: Karl Mayer (1852-1933) und Franz Wüllner (1832-1902), Köln, Januar “1889” [=1890]. [Ansage:] Köln, am [...] Januar 1889 [sic, 1890] by [sic] Karl Mayer [...] Wohin? [...] Begleitet ist das Stück von Herrn Professor Wüllner bei Rudolph Ibach Sohn kürzlich gezogen nach Neumarkt Köln. Ich hört ein Bächlein rauschen Wohl aus dem Felsenquell, Hinab zum Tale rauschen So frisch und wunderhell. Ich weiß nicht, wie mir wurde, Nicht, wer den Rat mir gab, Ich musste gleich hinunter Mit meinem Wanderstab. Ich musste gleich hinunter Mit meinem Wanderstab. Hinunter und immer weiter Und immer dem Bache nach, Und immer frischer rauschte Und immer heller der Bach. Und immer frischer rauschte Und immer heller der Bach. Ist das denn meine Straße? O Bächlein, sprich, wohin? Wohin, wohin? Du hast mit deinem Rauschen Mir ganz berauscht den Sinn. Du hast mit deinem Rauschen Mir ganz berauscht den Sinn. Was sag ich denn vom Rauschen? Das kann kein Rauschen sein: Es singen wohl die Nixen Tief unten ihren Reihn. Es singen wohl die Nixen Tief unten ihren Reihn. Lass singen, Gesell, lass rauschen Und wandre fröhlich nach! Es gehn ja Mühlenräder In jedem klaren Bach. Es gehn ja Mühlenräder In jedem klaren Bach. Laß' singen, laß rauschen. |
Einige Tage später, am 28. Januar, an einem unbekannten Aufnahmeort in Köln sang sehr wahrscheinlich die in Frankfurt geborene Sopranistin Johanna Dietz die erste Strophe von „Kennst Du das Land“ aus "Mignon" von Ambroise Thomas mit Klavierbegleitung für den Phonographen. Wangemann kündigte die Sängerin versehentlich mit “Dietze“ an. Es ist seine letzte bekannte Aufnahme in Europa. |
| Nachbearbeitung von Norman Bruderhofer: Johanna Dietz (1867-?), mit Klavierbegleitung, Köln, 28. Januar 1890 [Ansage:] Ah, Köln, Fräulein Johanna Dietze [sic. Dietz] am, ah, achtundzwanzigsten Januar, Achtzehnhundertneunzig. Kennst du das Land, das Land, wo die Zitronen blühn, Im dunkeln Laub die Goldorangen glühn, Ein sanfter Wind vom blauen Himmel weht, Die Myrte still und hoch der Lorbeer steht, Du, kennst du es wohl, kennst du es wohl? A-ha, kennst du es wohl? Dahin! Dahin Möcht’ ich mit dir, o mein Geliebter, ziehn! Dahin! Dahin Möcht’ ich mit dir, Dahin! Dahin! |
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Endnoten: Quellenangaben mit dem Attribut TAED, gefolgt von einer Identifikationsnummer, beziehen sich auf Dokumente welche im Rahmen des Thomas A. Edison Papers Project veröffentlicht wurden: http://edison.rutgers.edu/index.htm (1) Harry Frederick Miller an den New York Herald und H. Stertz, 14 June 1889 TAED LB030375; Alfred Ord Tate an Thomas A. Edison, 27. Februar 1890 TAED LB038076 (2) Thomas A. Edison an Alfred Ord Tate, 12. Juni 1889 TAED D8955ACC (3) American Graphophone Company versus National Phonograph Company on Macdonald Patent No. 606.725. (U.S. Gerichtshof. Verwaltungsdistrikt von New Jersey). A. Theo. E. Wangemann. Zeugenaussage für die Verteidigung, 29. Dezember 1905 TAED QP003224; Alfred Ord Tate an Edison Phonograph Works, 23. Januar 1890 TAED LB036261 (4) Thomas A. Edison an John Henry Harjes, 1 July 1889 TAED LB031175; A. Theo E. Wangemann an Thomas A. Edison, 14 July 1889 TAED D8946ABT (5) Anna Lankow an Unbekannt, Undatiert, c. Juli 1889 TAED D9051ACA (6) Margaret Storm Upton an Helen Storm, 14. August 1889 TAED X184B2 (7) Edison in Berlin, in: Berliner Tageblatt, Vol. 18, Nr. 466, Berlin, 14. September 1889, o. S. (8) In the Palaces of Kings, in: The Sun, New York, 10. August 1890, S. 17 (9) Reisepassantrag von A. Theo E. Wangemann und seiner Frau Anna, Paris, 7. September 1889 (10) A. Theo. E. Wangemann an Thomas A. Edison, 10. September 1889 TAED D8905AFW (11) Edison in Berlin, in: Berliner Tageblatt, Vol. 18, Nr. 464, Berlin, 13. September 1889, o. S. (12) Inspector’s Handbook of the Phonograph, Newark, August 1889, S. 60f TAED CA025B (13) Tageblatt der 62. Versammlung deutscher Naturforscher und Ärzte in Heidelberg vom 18.-23. September, Heidelberg 1890, S. 141f (14) Der Edison-Phonograph vor dem Kaiser, in: Berliner Tageblatt, Vol. 18, Nr. 484, Berlin, 24. September 1889, o. S. (15) Der Phonograph in Breslau, in: Schlesische Zeitung, Vol. 148, Nr. 744, Wroclaw (Breslau), 24. Oktober 1889, S. 9 (16) Vienna Sensations, in: New York Herald, New York City, 30. Oktober 1889, o. S. TAED SC89187A (17) In the Palaces of Kings op. cit. S. 17 (18) Der Phonograph in Frankfurt, in: Frankfurter Zeitung, Vol. 34, Nr. 265, Frankfurt am Main, 22. September 1889, S. 1 (19) Der Edison-Phonograph vor dem Kaiser op. cit. o. S. (20) A. Theo. E. Wangemann an Thomas A. Edison, 25. September 1889 TAED D8958AAJ (21) Aus der Reichshauptstadt, in: Teltower Kreis-Blatt, Berlin, Vol. 33, Nr. 114, 28. September 1889, S. 2 (22) http://www.emanuel-und-henrik-moor-stiftung.de/Emanuel/works.shtml - Besuch vom 10. September 2011 (23) Czar and Phonograph, in: New York Herald, New York City, 19. Oktober 1889, o. S. TAED SC89164C (24) Bismarck Phonograms, in: New York Times, New York City, 3. November 1889, S. 16; Wöchentliche Anzeigen für das Fürstentum Ratzeburg, Vol. 59, Nr. 83, Schönberg, 18. Oktober 1889, S. 2 (25) Die Hofjagd in der Schorfheide, in: Teltower Kreis-Blatt, Vol. 33, Nr. 121, Berlin, 15. Oktober 1889, S. 1; In the Palaces of Kings op. cit. S. 17 (26) Aus der Reichshauptstadt, in: Teltower Kreis-Blatt, Berlin, Vol. 33, Nr. 116, Berlin, 3. Oktober 1889, S. 2 (27) A. Theo. E. Wangemann an Thomas A. Edison, 18. Oktober 1889 TAED D8958AAM (28) Czar and Phonograph op. cit. o. S. (29) Der Phonograph bei Feldmarschall Moltke, in: Schlesische Zeitung, Vol. 148, Nr. 740, Wroclaw (Breslau), 22. Oktober 1889, S. 2 (30) Ibid. (31) Voices Phonographed, in: Minneapolis Tribune, Minneapolis, 31. August 1890 TAED SC90063A (32) Der Phonograph in Breslau, in: Schlesische Zeitung, Vol. 148, Nr. 744, Wroclaw (Breslau), 24. Oktober 1889, S. 9 (33) Der Phonograph, in: Die Presse, Vol. 42, Nr. 298, Wien, 29. Oktober 1889, S. 10 (34) Vienna Sensations op. cit. o. S. (35) Der Phonograph bei Sr. Majestät dem Kaiser, in: Die Presse, Vol. 42, Nr. 304, Wien, 4. November 1889, S. 1 (36) Austria-Hungary, in: The Times, Issue 32872, London, 3. Dezember 1889, S. 5 (37) In the Palaces of Kings op. cit. S. 17 (38) Thomas A. Edison an Siemens & Halske & Co., 14. Januar 1890 TAED LB036042 (39) Alfred Ord Tate an A. Theo E. Wangemann, 14. Januar 1890 TAED LB036049 (40) Kölnische Zeitung, Nr. 27, Köln, 27. Januar 1890 |
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2013 by Stephan Puille
Publiziert durch Verlag Norman Bruderhofer
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